DeepSeek auf Deutsch
Der vollständige deutsche Leitfaden zum DeepSeek-KI-Chat — kostenlos nutzen, anmelden, DSGVO verstehen und die API integrieren.
Was ist DeepSeek?
DeepSeek ist ein chinesisches KI-Unternehmen mit Sitz in Hangzhou, das seit 2023 leistungsstarke Open-Source-Sprachmodelle entwickelt. Die Modelle DeepSeek-V3 und DeepSeek-R1 stehen in Benchmarks auf Augenhöhe mit GPT-4o und Claude Sonnet — bei einem Bruchteil der Kosten.
Für deutschsprachige Nutzer ist DeepSeek besonders interessant, weil die Modelle fließend Deutsch beherrschen, der Chat kostenlos ist und die API rund 90 % günstiger als OpenAI ausfällt.
DeepSeek in 3 Schritten anmelden
Webseite öffnen
Gehen Sie auf chat.deepseek.com — keine Installation nötig, läuft im Browser.
Konto erstellen
Registrieren Sie sich kostenlos mit E-Mail, Google- oder Apple-Konto.
Auf Deutsch chatten
Tippen Sie Ihre Frage auf Deutsch ein — DeepSeek antwortet sofort in Ihrer Sprache.
DeepSeek-Modelle im Überblick
DeepSeek-V4-Flash
Allgemeiner Chat
- 128K Kontextfenster
- Schnelle Antworten
- $0,14 Input / $0,28 Output je 1M Tokens
DeepSeek-V4-Pro
Komplexe Aufgaben & Logik
- Stärkstes aktuelles Modell
- Mathe, Code & Logik
- $0,435 Input / $0,87 Output je 1M Tokens
V3 / R1 / Coder
Abgeschaltet
- deepseek-chat & deepseek-reasoner
- am 24. Juli 2026 eingestellt
- Preise gelten nicht mehr
DSGVO & Datenschutz
DeepSeek verarbeitet Eingaben standardmäßig auf Servern in der Volksrepublik China. Für die DSGVO bedeutet das: Ohne explizite Einwilligung dürfen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter (z. B. Kundendaten, Mitarbeiterdaten) in den Chat oder die API eingeben.
Für sensible geschäftliche Anwendungsfälle empfehlen wir das Eigenhosting des Open-Source-Modells DeepSeek-V3 auf einem EU-Server, oder die Nutzung über OpenRouter mit europäischer Datenverarbeitung. Mehr Details auf unserer Sicherheitsanalyse-Seite.
EU-KI-Verordnung: was Unternehmen in der DACH-Region beachten müssen
Anders als in den USA oder Kanada gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz (via EU-Marktzugang) zusätzlich die KI-Verordnung der EU. Sie richtet sich nicht nur an Modellanbieter, sondern auch an Sie als Betreiber:
- Transparenzpflicht: Nutzer müssen erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen. Kennzeichnen Sie Chatbots und KI-generierte Inhalte eindeutig.
- Hochrisiko-Anwendungen: Bewerberauswahl, Kreditwürdigkeit, Bildungsbewertung oder Zugang zu öffentlichen Leistungen unterliegen strengen Anforderungen — hier ist die gehostete API in der Regel keine tragfähige Grundlage.
- KI-Kompetenz: Beschäftigte, die KI-Systeme im Unternehmen einsetzen, sollen dafür geschult werden — dokumentieren Sie interne Richtlinien und Schulungen.
- Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten: KI-Tools mit Personenbezug gehören nach Art. 30 DSGVO ins Verzeichnis, inklusive Drittlandtransfer nach China.
Allgemeine Informationen zu öffentlich dokumentierten Pflichten, keine Rechtsberatung — für den konkreten Fall entscheidet Ihre Datenschutzbeauftragte.
DeepSeek mit EU-Datenhaltung betreiben
Weil die Modellgewichte offen sind, lässt sich DeepSeek ohne Datenübermittlung nach China betreiben. Drei praxistaugliche Wege:
- Eigenhosting in einer EU-Region — AWS eu-central-1 (Frankfurt), Azure Germany West Central oder ein deutscher Anbieter wie Hetzner/IONOS, betrieben mit vLLM oder SGLang.
- EU-Inferenzanbieter — Dienste mit europäischer Datenverarbeitung und Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO.
- Kompromiss beachten: Selbst gehostet laufen offene Vorgängergewichte, nicht der aktuelle V4-Pro-Stand der offiziellen API — die Qualität liegt also etwas darunter.
Kostenvergleich zwischen gehosteter API und Eigenhosting finden Sie auf unserer Preisseite.